Pressestimmen
 
Mannheimer Morgen
25.11.2009


Techniker mit viel Kunstsinn

„Akte und Aquarelle, Stadtansichen in Acryl und Schrauben in allen Größen: Dem Ingenieur ist doch nichts zu schwer. Und so zeigte der ehemaliger Techniker Bruno Schönsiegel auch Holz- und Linolschnitte sowie Kohlezeichnungen. „ Bandbreiten“ heißt die Ausstellung des vielseitig begabten Ladenburgers ganz folgerichtig. Sie zeigt eine farbenfrohe Formenvielfalt, die ihres Gleichen sucht. Bei allen Motiven blitzt jedoch häufig der studierte Maschinenbauer durch, der bis zur Pensionierung als Berufsschullehrer tätig war.

Nach dem beruflichen Ruhestand widmete sich der  heute 76-Jährige noch mehr seiner künstlerischen Ader. Hatte er zuvor doch schon die Theaterinitiative Ladenburg (TiL) mitbegründet, so studierte er nun acht Semester an der Freien Kunstschule Rhein-Neckar in Mannheim. „Die Bilder, die seit 1993 entstanden sind, zeige ich jetzt im Domhof“, erklärte der Maler. Rund 50 Vernissage Gäste kamen zu der von ihm gemeinsam mit Rathausmitarbeiterin Brigitte Stahl konzipierten und vorbereiteten Schau.

Nach einem Klarinetten-Vorspiel von Manuel Fritz und Benjamin Reiß (städtische Musikschule) stellte Bürgermeister Rainer Ziegler den Künstler vor, der vor kurzem schon in den Rathausfluren Bilder gezeigt hatte.

Noch bis 6. Dezember sind seine Werke im Domhof-Foyer zu sehen.



Ladenburger Zeitung
27.11.2009


Im Domhof sorgen Farbexplosionen für Aufsehen

„Der Ladenburger Mitbürger Bruno Schönsiegel ist ein stiller, zurückhaltender Mensch, der sich ehrenamtlich stark engagiert. Beim Heimatbund ist Schönsiegel als Stadtführer tätig und er schiebt regelmäßig Dienste im Lobdengaumuseum. Dem ehemaligen Studiendirektor einer Berufsschule macht es aber auch Spaß, seine Mitmenschen mit Bildern zu erfreuen. Nach seiner beruflichen Laufbahn als Maschinenbau-Ingenieur und als Schulleiter entdeckte Schönsiegel mit der Malerei ein weiteres Talent an sich. Im fortgeschrittenen Alter nahm er noch ein Kunststudium auf, das er mit viel Leidenschaft abschloss. Seine neusten Werke zeigt Schönsiegel jetzt im Foyer des Ladenburger Domhofes, den er im grauen November mit viel Farbe beleben wollte. Die ist Schönsiegel zweifels ohne mit seiner Ausstellung „Bandbreiten“ gelungen, denn ein teil seiner Bilder erinnert an eine Farbexplosion, wie es der Hausherr des Rathauses, Bürgermeister Rainer Ziegler, bei der Einführung zur Ausstellung treffend ausdrückte.  Zahnräder, Schrauben und technische Objekte sind die Motive, die Schönsiegel am liebsten abbildet. Unverkennbar bildet er das Reale ab - doch seine Phantasie verleiht den Objekten eine breite Interpretationsspanne, was der Künstler durchaus beabsichtigt. Er will mit seinen Werken Diskussionen anregen, wie er später der LAZ verriet, und er wolle Fragen beantworten, Kritik hören, um ich künstlerisch weiter zu entwickeln. “Ob ich Ratschläge und Kritik auch umsetze, steht auf einem anderen Blatt“, verdeutlichte Schönsiegel mit einem verschmitzten Lächeln, dass er ein alter Sturkopf sei, der sich nur schwer beeinflussen lässt. Der Titel „Bandbreite“ sei treffend gewählt, meinte Bürgermeister Ziegler vor zahlreichen Kunstfreunden im Domhof, denn Schönsiegel zeige alle Facetten seiner Schaffenskraft. Neben der knalligen technischen Acrylmalerei widmet sich der Künstler auch gerne den Motiven seiner Heimatstadt. Er malt Fachwerkhäuser und lauschige Fleckchen der Römerstadt. Aber auch Kohle-Aktmalereien waren in der Ausstellung zu sehen. Dass die Bilder des Künstlers beeindrucken, konnte Ziegler aus eigener Erfahrung berichten. Vor einigen Jahren stellte Schönsiegel schon einmal seine Werke im Rathaus aus. Seine Bilder waren wohltuende Farbtupfer an den sonst braunen Wänden der Verwaltungsstuben und Gänge. Und die Stimmung in den Amtszimmern habe sich tatsächlich verändert, war auch der Bürgermeister erstaunt, was farbenfrohe Bilder so alles bewirken können. „Hilfe“ braucht besonders die Stadtkämmerei, der viel zu wenige Finanzmittel verwaltet werden. Schön wäre es, wenn dort nach den Farbexplosionen auch eine Finanzexplosion zu spüren wäre. Gegen diese Prognose hätte der Stadtkämmerer Claus Hessenthaler sicherlich nichts einzuwenden. Vor der offiziellen Ausstellungseröffnung dankte der Künstler seiner Frau Anneliese Schönsiegel für die logistische Unterstützung, der Kunstbeauftragten des Rathauses, Brigitte Stahl und nicht zuletzt den beiden Musikern von der Städtischen Musikschule Benjamin Reiß und Manuel Fritz, die die Vernissage mit ihren Klarinettenklängen bereicherten.
„Ich verspüre ein tolles Glücksgefühl“, war Schönsiegel überwältigt, weil ihm die Ladenburger schon viele Jahre die Treue halten - denn hier zu arbeiten macht unendlich viel Freude.“



 
Rhein-Neckar-Zeitung
Dezember 2011 


Volksbankteam sammelte für die waldpiraten

„Zu einem besinnlichen Kundennachmittag luden die Mitarbeiter der Filiale der Volksbank Kurpfalz H+G Bank in das Foyer der Bank ein. Weihnachtsstimmung wollte das Team der Filialleiterin Sabine Köhler den Kunden bieten, und dafür hatten sich die zehn Mitarbeiter einiges einfallen lassen. Neben dem drei Meter hohen Tannenbaum präsentierten sie die Werke zweier Ladenburger Künstler. Die Patchwork-Arbeiten Anna Schumachers wurden bestaunt, und der Maler Bruno Schönsiegel freute sich über das Interesse an seinen Bildern.“



Mannheimer Morgen
Dezember 2012


Domhof wird erneut zur Kunsthalle

Der Domhof in Ladenburg ist wie geschaffen zur Präsentation von Kunst. Das wird seit gestern mit der Veranstaltung „Bilder einer Ausstellung“ deutlich, die der Kunstverein Ladenburg auf die Beine gestellt hat. An diesem und am kommenden Wochenende zeigen 26 Künstler aus der Metropolregion ihre Werke.  „Wir wollen hier eine Atelier-Atmosphäre schaffen“ erläutert Gudrun Schön-Stoll bei einer Vorabbesichtigung im Gespräch mit „MM“. Schwarz-Weiß-Fotos geben deshalb Einblick in jene Räume, in denen die Kunstwerke entstanden sind, die hier zum Teil auf einer Staffelei stehen, Sitzgruppen laden mittendrin zum Verweilen ein.

Dass die Künstler bis aus Karlsruhe kommen, findet Schön-Stoll „eine tolle Sache“. Gemeinsam mit Friederike Metzger, Janne Heisel und Reine Piva hat die Kuratorin die Bilder gehängt und die Skulpturen aufgestellt. „Wir haben uns am Mittwoch früh getroffen und die Kunstwerke so in einen Kreis gestellt, wie sie gekommen sind“, berichtet sie. Innerhalb weniger Minuten hat das Quartett dann spontan das Konzept der Ausstellung entwickelt, „wie von Zauberhand“, wie Gurdrun Schön-Stoll schwärmt. Mitunter waren es auch die baulichen Gegebenheiten, die sie dabei geleitet haben. So stehen zwei ihrer Skulpturenin in einer Nische zwischen Betonelementen des Mehrzweckhauses aus den siebziger Jahren. “ Die Ausstellung ist sehr unkonventionell und sehr stilvoll“, bewertet die Kuratorin das Ergebnis und blickt dabei auf eine „Ladenburger Ecke“. Hier zeigen unter anderem Bruno Schönsiegel und Cornelia Komor ihre Bilder.

Die Palette der der ausgestellten Werke reicht von Gemälden über Skulpturen und Plastiken bis hin zu Fotografie, Textilarbeiten und Morphoidgrafik. Dabei ist jeder Künstler höchstens mit zwei Werken vertreten. Die meisten der ausgestellten Arbeiten sind dabei auch käufllich zu erwerben. Eine Liste gibt Auskunft über die Preise, deren Spanne von 120 bis hin zu 6500 Euro reicht.

Bei der Vernissage gestern Abend war ein Großteil der Künstler vertreten.